Gelungene Hilfeleistungen

bei Gartenvögeln

1. Ein flugunfähiger junger Turmfalke, der aus dem Nistkasten am Zeppelinplatz (Weimar) gefallen war und von Nachbarn gefunden wurde. Nach Rücksprache wurde er in einem Plasteeimer aufgenommen, da er selber noch nicht zum Nest zurückfliegen konnte. Die informierte Feuerwehr übernahm bei Dunkelheit (um Schreckreaktionen zu verhindern) das Rücksetzen des Jungvogels in sein Nest. Dieses Vorgehen war erfolgreich.

2. Nach Sturm und Dauerregen gibt es durchnässte und damit flugunfähige Vögel. Sie können sich auch u.U. vor Ermattung nicht selber retten. So geschehen mit einem Nest mit 5 Dompfaffenjungen, das aus einer hohen Pappel abgestürzt war. Ein Zurücksetzen war nicht realisierbar. Sie wurden von Kindern gefunden, bei uns aufgepäppelt, lernten selbständiges Fressen und konnten als ausgewachsene selbständige Vögel in ein adäquates Umfeld entlassen werden. Ohne menschliche Hilfe wären sie ein Katzenopfer geworden oder verhungert.

3. Vier Gebirgsstelzenjunge wurden durch eine uns unbekannte Gewalteinwirkung aus ihrem Nestloch auf das Pflaster herausgeworfen: Ein Junges war tot und 2 hatten Flügelverletzungen und herausgerissene Federn, ein Junges war unversehrt. Nach der Nestlingszeit begann die sehr betriebsame Ästlingszeit mit Baden und Futterfischen. Die defekten Flügel erholten sich durch das Nachwachsen neuer Federn innerhalb von 10 Tagen, da die Federanlage unbeschädigt geblieben war. Am Ilmufer wurden sie frei gelassen und schwangen sich gleich auf einen hohen Baum, von dem sie nach einer Weile zum Fluss in Etappen runterflogen und mit der Nahrungssuche begannen.

4. Abgestürzte Schwalbennester mit Jungen kann man erfolgreich ersetzen, indem man die Jungen in ein ausgepolstertes (Toilettenpapier – auf keinen Fall Watte) Körbchen umbettet und dieses an einen Haken in ca. Höhe des Originalnestes hängt und beobachtet, ob die Eltern weiter füttern, was sie in der Regel tun. Ist die Wiederanbringung zu tief vom Originalstandort wird das Weiterfüttern aber auch verweigert. Dann müssen die Jungen per Hand versorgt werden mit artgerechtem Futter (Insekten) und während der Ästlingszeit in der Voliere oder im Zimmer die Futteraufnahme und das Fliegen lernen.

5. Verletzte Jung- und Altamseln konnten nach Wundheilung und Versorgung mit Antibiotika und adäquatem Futter geheilt an ihren Standorte freigelassen werden.

6. Eine tierärztliche Meisterleistung war die Nagelung des gebrochenen Beines eines Sperlingästlings. Er kratzte sich nach 3 Wochen sowohl mit dem rechten als auch dem geheilten linken Fuß am Köpfchen, war ausgewachsen und selbständig geworden.

7. Wird während der anstrengenden Fütterungsphase ein Elternteil getötet (in einem Beispiel durch eine Katze), kapituliert gelegentlich der andere Teil vor dieser sehr schweren Aufgabe und gibt die Brut auf. Gelegentlich bekommen dieses Ereignis aufmerksame Menschen mit und vertrauen uns die rufende oder bereits verstummte Brut an (so geschehen von Sperling, Blau- und Kohlmeise).

8. Wiederholt wurden wir mit verletzten Tauben bzw. nestjungen Tauben bei Haus- und Bodensanierungen um Hilfe gebeten. Alle Nestlinge stehen unter Schutz - auch die der zu Unrecht verfemten Stadttauben. Wir treten für betreute Taubenschläge ein.

Naturschutzjugend

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unser bUCH ÜBER MAUERSEGLER

Hiermit erhalten Sie einen Buchtipp der besonderen Art: Frau Dr. Helga Brunnemann aus Weimar (Leiterin der Arbeitsgruppe Gebäudebrüterschutz des NABU RV Weimar/ Apolda e.V.) hat ihren reichen Erfahrungsschatz in einer umfassenden Publikation zum Mauerseglerschutz herausgegeben, mit detaillierten Beschreibungen und reicher Bebilderung.
Die letzten Einzelexemplare können noch beim NABU Weimar/ Apolda (nabu-weimar@web.de) angefragt werden.

Bescheibung/ Inhalt
Buch_Mauersegler.pdf
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