Amphibienaktion des NABU Weimar/Apolda

Erdkröten-Paar am Laichgewässer
Erdkröten-Paar am Laichgewässer

Pressemitteilung, Ende April 2014

In dieser Woche ist die Amphibienaktion des NABU Regionalverbandes Weimar/Apolda mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer beendet worden. Insgesamt konnten mehr als 5.300 Erdkröten, Grasfrösche und Molche entlang der Amphibienzäune gesammelt und über die Straße zu ihren Laichgewässern getragen werden. Besonders intensiv war der Andrang bei Eichelborn, wo mehr als 2.300 Tiere sicher "rübergebracht" werden wollten.
Inzwischen kann man in den Gewässern die Laichballen der Grasfrösche finden. Demgegenüber finden sich die Eier der Erdkröten in Schnüren, die Molche wiederum heften ihre Eier einzeln an der Unterseite der Wasservegetation an.
"Vieleicht finden Sie bei Ihrem Osterspaziergang an den Gewässern das Ergebnis unserer Aktivitäten" meint der Vorstandsvorsitzende Detlef Stremke. Er verweist auch auf die Internetseite des Regionalverbandes, auf der auch zahlreiche Exkursionen und andere Aktivitäten dargestellt sind.

 

Reptil des Jahres 2013 - Die Schlingnatter

Jährlich werden bestimmte Tierarten als „Tier des Jahres“ mit dem Ziel ausgewählt, die breite Öffentlichkeit über die  bedrohte Art zu informieren und für ihren Schutz und den Schutz ihrer Lebensräume zu werben.
Die untere Naturschutzbehörde erreichen häufig Anrufe über unbekannte oder gar exotische Schlangen, welche sich in der freien Natur stets als einheimische Arten heraus stellen. Dabei sind, neben der beinlosen Eidechse – Blindschleiche -, in Thüringen nur 3 Schlangenarten heimisch. Während landläufig Ringelnatter (mit den gelben Kopfflecken) und Kreuzotter (mit dem gezackten Rückenband) noch einigermaßen bekannt sind, ist die dritte Art, die Schling- oder Glattnatter den meisten Bürgern offensichtlich unbekannt.
Dabei ist die Schlingnatter nicht unbedingt selten. Im Aussehen variiert die Art  von braun bis grau und ist entlang des Rückens mit 2-4 Reihen dunklen Flecken gemustert. Diese sind aber nicht wie bei der Kreuzotter als zusammen hängendes Band miteinander verbunden. Dennoch sind die meisten Meldungen von Kreuzottern im Ergebnis Schlingnattern. Die Natter erreicht eine Länge von 60 – 75 cm. Sie ist tagaktiv und recht Wärme liebend, bevorzugt trockenes und besonntes Gelände, wie Trockenhänge, Gebüsche, Steinbrüche und Bahndämme. Sie bewegt sich meist langsam und vertraut ihrer Tarnung. Sie besitzt keine Giftzähne und ihr Biss ritzt höchstens leicht die Haut auf – sie ist also völlig harmlos! Sie ernährt sich hauptsächlich von Eidechsen und Mäusen und steht wie alle einheimischen Schlangen unter strengem Schutz. Da im Verbreitungsbild des Landkreises noch Lücken bestehen, sind die Naturschutzbehörden und auch wir als NABU (vor allem der ART e.V. Thüringen) über gesicherte Hinweise zu Sichtbeobachtungen bzw. Fotos der Art dankbar.

 

Hinweise werden gerne unter nabu-weimar@web.de entgegen genommen.


Informationsbroschüre über die Schlingnatter
Schlingnatternbroschuere.pdf
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Aktiv für mehr Artenvielfalt

Tipps zum Artenschutz zum praktischen und sofortigen Umsetzen

Laut einer Eurobarometer-Umfrage empfinden mehr als 90 Prozent der Europäer eine moralische Verpflichtung, die biologische Vielfalt zu erhalten. Und sie haben Recht! Der Mensch braucht sauberes Trinkwasser, reine Luft, gesunde Nahrung, gutes Klima und eine lebenswerte Umwelt. Doch diese Service-Leistungen der Natur gibt es nicht ohne Schutz der biologischen Vielfalt. Damit schützen wir auch uns selbst.

 

Tipps zum Artenschutz

Vogel des Jahres

Die Dohle lebt in Dörfern und Städten ganz nah in unserer Nachbarschaft. Besonders gern nistet sie in Schornsteinen und Kirchtürmen. Weil jedoch immer mehr Brutnischen verschlossen werden, gerät die intelligente Vogelart in Wohnungsnot. Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), möchten die Dohle schützen und haben sie daher zum Vogel des Jahres 2012 gewählt.

 

Mehr zum Vogel des Jahres

Willkommen Wolf

Helfen Sie mit, dass Wölfe in Deutschland wieder eine Heimat finden

Der NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder einen dauerhaften Lebensraum schaffen. Zu diesem Zweck hat der NABU ein Aufklärungs-Projekt für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet. Die Erfahrungen in anderen europäischen Ländern zeigen, dass Wölfe sich sehr gut an unterschiedliche Lebensräume anpassen können.

 

Mehr zum Projekt

Naturschutzjugend

Spannende Naturerlebnisse mit der Kindergruppe Weimar Mehr

unser bUCH ÜBER MAUERSEGLER

Hiermit erhalten Sie einen Buchtipp der besonderen Art: Frau Dr. Helga Brunnemann aus Weimar (Leiterin der Arbeitsgruppe Gebäudebrüterschutz des NABU RV Weimar/ Apolda e.V.) hat ihren reichen Erfahrungsschatz in einer umfassenden Publikation zum Mauerseglerschutz herausgegeben, mit detaillierten Beschreibungen und reicher Bebilderung. Es handelt sich über ein bundesweites Angebot, nicht nur für Weimar.
Bezogen werden kann es unter der ISBN 978-3-00-045461-5 (Ackerhalm-Verlag Weimar) für 14,50 € über den Buchhandel oder beim NABU Weimar/ Apolda (nabu-weimar@web.de).

Bescheibung/ Inhalt
Buch_Mauersegler.pdf
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